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13/02/07 - Packaging: compassionate History The project ArchaeObs is an action by the Heritage Committee (Service du Patrimoine historique) of TAAF (Terres Australes et Antarctiques Françaises), it has two principal objectives intricately linked : one purely historical, the other a heritage issue. The first objective is to research documentation which completes, confirms or invalidates that, through the texts - unfortunately very scarce - the History teaches us about man's presence in these far away Islands. To this purpose, the archaeologists put into practice rigorous, purely archaeological techniques. For example, we saw how, day after day, they dismantled the different
elements of the collapsed structure and were thereby able to give shape to
the framework. They are now capable of drawing up plans of the dwelling, reconstruct
its measurements, locate the position of the window/door frames, etc. But
let us not under estimate the considerable amount of work which remains to
be done.... The result of all this will be a mass of documentation to record
as reports full of plans, graphs and technical data which, and this is our
concern, will preserve the traces of what would have undoubtedly disappeared
forever. With these reports, the archaeologists contribute to historical knowledge.
Though, it must be admitted that the very technical aspect of these reports
will reserve them for the specialists. They speak and use the terminology
of specialists...We know that the work of an historian is rigorous scientific labour, 'cold and archival'. This is what was observed in the 1980's by a group of historians who, with Pierre Nora, posed questions about Les lieux de mémoire . They made the observation that the interest of the general public for history had a tendency to reinterpret History, to re-appropriate the past, probably to tell the same truth but in a different light. To render history compassionate is related then to the heritage concept. This concept corresponds to 'what usage of History is made by our civilisations condemned to oblivion' (Pierre Nora). And it is this concept which satisfies the second objective of our campaign. The almost daily updates of our website with our discoveries, our enthusiasms, our interrogations and the way we shared them, were meant to contribute to this objective. But there is more. The material evidence that has been left
behind by the various occupants of Observatory Bay evoke emotions that say
more and in another manner than that which we could write, even in the most
adapted language. In this matter, nothing is comparable to a real contact
with the object. We are reminded of the wave of excitement provoked by the
modest iron bed, that the author J-P Kaufmann experienced when he came across
it on his visit to Observatory Bay . He imagined Enzensperger dieing
there, though nothing permits us to say in which bed Enzensperger drew his
last breath!To bring back an object in order that each one of us can, in his turn, see its physical reality and possibly touch it, relates to the heritage concept. This is already what has been done by bringing back to Port aux Français the timber framework which one day could be redeployed in the reconstruction of the dwelling of the scientists of the German Antarctic expedition in 1902 - 1903. It is with the same objective that the packaging is undertaken of the Transit of Venus stones left behind by the British astronomers. As well as the try-pot from the Crozet Island foundry (cf. Opération Obélix), they will be packaged in, tailor-made containers and then airlifted by helicopter and deposited carefully in the bowels of the Marion Dufresne on its next rotation to Kerguelen. From there, they will continue the journey to metropolitan France where they will be restored. The stone in two pieces will be put back together and both of them will be cast. These casts will replace the originals at Observatory Bay , which will be safely preserved from the rigours of a harsh climate and conserved in a appropriate place. In an eventual museum dedicated to the historical heritage of Taaf perhaps? References
13.02.07 - Begeisterung: Geschichte die ans Herz geht Sie wissen es: das Projekt ArchaeObs wird vom Amt für historischen Denkmalschutz der TAAF ausgeführt. Entsprechend verfolgt es zwei Ziele, die eng miteinander verbunden sind: das eine ist rein historisch orientiert, das andere wendet sich dem Denkmalschutz zu. Das Erste beinhaltet Forschung, um eine Dokumentation zusammenzustellen, die das ergänzen, bestätigen oder verwerfen soll, was uns aus den - leider nur spärlichen - Schriftquellen über die Geschichte der auf diesen fernen Inseln kurzweilig ansässigen Menschen überliefert ist. Um dieses erste Ziel zu erreichen, haben die Archäologen rein archäologische,
peinlichst genaue Methoden angewandt. Wir haben Tag um Tag sehen können,
wie sie z.B. die verschiedenen Teile des eingestürzten Dachstuhls abgetragen
und seine ursprüngliche Struktur wieder gefunden haben. Jetzt sind sie
in der Lage, Pläne dieses Gebäudes zu zeichnen, die ursprünglichen
Maße zu rekonstruieren und zu bestimmen, wo Fenster und Türen eingesetzt
waren. Aber wir wollen hier nicht der Arbeit vorgreifen, die noch auf uns
wartet. Das Resultat wird eine schriftliche Dokumentation sein, bestehend
aus Berichten, vollgestopft mit Plänen, Grafiken und technischen Daten.
In ihnen sollen - und das ist unser größtes Anliegen - die Spuren
dessen festgehalten werden, was unweigerlich eines Tages nicht mehr sein wird.
Mit solchen Berichten tragen die Archäologen zu den Erkenntnissen der
Geschichtsforschung bei. Zugegeben, diese sehr technisch gehaltenen Berichte
wenden sich eher an den Fachmann. Sie sind in dessen Sprache abgefasst: eben
Fachsprache...Es ist uns klar, die Arbeit des Historikers ist peinlich genaue Wissenschaft, "kalt und unpersönlich archivistisch". Genau das ist es, was in den 1980er Jahren einer Gruppe von Historikern um Pierre NORA auffiel: Sie stellten sich die Frage nach den "Orten der Erinnerung" und stellten fest, dass das Interesse des breiten Publikums nach einer neuen Lesung der Geschichte strebte, nach einer erneuten Aneignung der Vergangenheit; zweifellos dieselbe Wahrheit aber unter einem anderen Licht... Damit Geschichte "ans Herz geht", muss man sie unter dem Blickwinkel des Denkmalschutzes betrachten. Er befasst sich mit dem, "was unsere zum Vergessen verurteilten Gesellschaften aus der Geschichte machen" (Pierre NORA). Und genau das war das zweite Anliegen unseres Projekts. Aber mehr noch: Die materiellen
Zeugnisse, die die verschiedenen kurzweiligen Anlieger der Beobachtungsbucht
hinterlassen haben, wecken Emotionen, die mehr ausdrücken und es ganz anders sagen als das, was wir darüber schreiben
könnten, sei es in einer etwas zugänglicheren Sprache. Hier geht
nichts über den konkreten Kontakt mit dem Gegenstand selbst. Denken wir
doch an das Gefühl, das das schlichte Eisenbett bei J.-P. Kauffmann auslöste,
als er es bei einem Aufenthalt in der Beobachtungsbucht entdeckte. Vor sich
sah er Enzensperger darin
sterben. Auch wenn wir keinerlei Anhaltspunkte dafür haben, in welchem
Bett Enzensperger genau den letzten Atemzug getan hat!So einen Gegenstand erfassen, dass jeder ihn in seiner materiellen Wirklichkeit sehen und begreifen und eventuell berühren kann, das ist genau das Vorgehen bei einer denkmalpflegerischen Anschauungsweise. Das haben wir bereits gemacht, indem wir die Balken des Dachstuhls zur Basis nach Port aux Français transportiert haben: vielleicht können sie eines Tages zur Rekonstruktion des Gebäudes der ersten Deutschen Südpolar Expedition 1902-03 verwendet werden. Dasselbe wird mit den Transitsteinen geschehen, die die englischen Astronomen hinterlassen haben und die zur Zeit für den Transport verpackt werden. Ebenso wie der Speckschmelzkessel des Insel Crozet (siehe Operation Obelix): sie werden in maßgezimmerte Container gesetzt und, bei der nächsten Passage der Marion-Dufresne, per Hubschrauber vorsichtig im Laderaum verstaut werden. Von dort werden sie zur Metropole (d.h. zum französischen Mutterland) transportiert und anschließend restauriert werden. Der zerbrochene Stein wird geklebt werden, und von beiden wird man Abgüsse herstellen, die dann wieder zurück an Ort und Stelle in die Beobachtungsbucht gesetzt werden. Die Originale wird man später an einem geeigneten Ort aufbewahren, wohl geschützt vor dem rauen Klima - vielleicht einmal in einem Museum, das den historischen Denkmälern der TAAF gewidmet sein könnte? Literatur
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